05.05.2008 - Team der Jesse-Owens-Initiative bei BERLIN LÄUFT... unter den Top 10

Jesse-Owens-Team
Das erfolgreiche Jesse Owens Team

Das Jesse Owens Team des Marie-Curie-Gymnasiums ist auf den 25 Kilometern von „Berlin läuft“ am Sonntag in die Top Ten gerannt. Nicht allein mit Platz neun in der Wertung der Männer beeindruckte das Team mit vier Mädchen aus Dallgow-Döberitz. Auch den Versorgungsstand bei Kilometer fünf, direkt vor dem Schiller-Theater, unterhielt das „MCG“. Die Schulleiterin, Elke Mohr, packte bei der Ausgabe von Wasser und Energiegetränk an die mehr als 8000 Läuferinnen und Läufern gemeinsam mit Schülern, Eltern und Lehrern an. Die Schule warb mit ihrem Engagement auf und an der Strecke für ihre Jesse-Owens-Memorial-Staffel für Kinder und Jugendliche, die sie am 21. Juni im Olympischen Dorf von 1936 in Elstal zum dritten Mal veranstalten wird.

Jesse-Owens-Team
Das Jesse Owens Team zeigte auch am Verpflegungspunkt Spitzenleistung

Das Jesse Owens Team verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als eine Viertelstunde. Startläufer Tim Wallstab sowie Sarah und Cora Mosel, Katharina Dzalas und Helena Reinsch brauchten als einziges Team von Jugendlichen lediglich 2:01:42 Stunden für die Strecke vom Olympiastadion durchs Brandenburger Tor, über den Potsdamer Platz und den Kurfürstendamm zurück auf die blaue Bahn des historischen Ovals. Damit rannten sie souverän ins vordere Drittel und erreichten Rang 16 in der Gesamtwertung aller Teams. Eine gesonderte Wertung für gemischte Staffeln oder Jugendliche gab es nicht. Platz 8 in der Männer-Wertung verpassten sie um nur vier Sekunden. Die Mannschaft war auf Einladung von Veranstalter Gerhard Janetzky am Start und hatte anstelle eines Staffelstabes eine Schärpe mit dem Schriftzug „Jesse Owens Team“ erhalten.

Zum Vergleich: Das schnellste aller fünfzig Teams, die Männer vom Lang- und Laufladen Berlin, war in glatten 1:19 Stunden (und mit zehn Minuten Vorsprung vor ihrer zweiten Mannschaft) im Ziel. Sieger Samuel Karuku aus Kenia brauchte nur 1:13:49 Stunden für die Strecke, Siegerin Peninah Arusei, ebenfalls aus Kenia, lief in 1:24:10 Stunden Streckenrekord. Das fleißige Training der Lauf AG am Marie-Curie-Gymnasium zahlt sich aus. Im vergangenen Jahr war das Team aus Dallgow in 2:18:41 Stunden auf Platz 38 gekommen. Anmeldungen für die Jesse-Owens-Memorial-Staffel sind auf der Website www.cometorun.de willkommen.

 

16.04.2008 - Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung Jugend und Sport im Land Brandenburg

10 Jahre „Tolerantes Brandenburg“

Ministerpräsident Platzeck und Bildungsminister Rupprecht würdigen das Handlungskonzept der Landesregierung und stellen Aktivitäten im Umfeld des Festaktes mit Bundespräsident Köhler vor

Ministerpräsident Matthias Platzeck und Bildungsminister Holger Rupprecht haben heute in Potsdam anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Handlungskonzepts der Landesregierung „Tolerantes Brandenburg“ eine positive Bilanz gezogen.

Ministerpräsident Matthias Platzeck wies darauf hin, dass das Handlungskonzept im Jahr 1998 mit dem Anspruch begründet worden sei, zu einer Änderung des politischen und gesellschaftlichen Klimas im Land Brandenburg beizutragen. „Das ist gelungen: Brandenburg ist weltoffener, toleranter, mit einem Wort: demokratischer geworden. Vor allem ist es gelungen, Bürgerinnen und Bürgern deutlich zu machen, dass man die Freiheit nur verteidigen kann, wenn man sie lebt“, sagte Platzeck. „Auch wenn das Land sich weiterhin mit Problemen von Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz konfrontiert sehe, seien Momente des Innehaltens und der Bilanz nach 10 Jahren gerechtfertig.“ Aber nennenswert sei auch, dass die in Brandenburg entwickelten und erprobten Strukturen in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus inzwischen Vorbildfunktion für andere Bundesländer hätten.

Zentraler Bestandteil der Bilanz sei der Festakt am 24. Juni 2008 im Potsdamer Hans-Otto-Theater, so Platzeck. Bundespräsident Horst Köhler habe sein Kommen bereits angekündigt, eingeladen seien zudem Vertreter der Landesregierung und des Parlaments, von Vereinen, Verbänden, Kirchen, Gewerkschaften sowie die langjährigen Partner des Handlungskonzepts. „Damit wollen wir all den Bürgerinnen und Bürgern danken, die sich vielfach mit Zivilcourage und hohem persönlichem Einsatz im Rahmen des Handlungskonzepts in den vergangenen Jahren engagiert haben“, betonte der Ministerpräsident. Eine wichtige Rolle werden die Erfahrungen des Handlungskonzepts auch auf dem diesjährigen Brandenburg-Tag am 06. und 07. September in Königs Wusterhausen (Landkreis Dahme-Spreewald) spielen, bei dem sich die Landesregierung unter dem Motto „Tolerantes Brandenburg – offen für Menschlichkeit“ präsentieren werde.

Bildungsminister Holger Rupprecht verwies darauf, dass das Handlungskonzept „Tolerantes Brandenburg“ seit zehn Jahren gemeinsam von der Landesregierung und unzähligen Bürgerinnen und Bürgern im Land getragen werde. „Wir möchten dieses Jubiläumsjahr auch dazu nutzen, dem Anliegen und seinen vielen verschiedenen Akteuren mit Projekten einen neuen Schub zu verleihen.“

In den kommenden Monaten werden u.a. folgende Veranstaltungen stattfinden:

  • Am 25. April ist der Auftakt des LBS-Cup in Luckenwalde (Landkreis Teltow-Fläming). Die Straßenfußballtour für Toleranz der LBS Ostdeutschen Landesbausparkasse AG und der Brandenburgischen Sportjugend endet am 26. September mit dem Finale in Brand (Landkreis Dahme-Spreewald).
  • Die DGB-Jugend organisiert am 30. April in Potsdam das vom „Toleranten Brandenburg“ geförderte Konzert „Rhythm against Racism“.
  • Das Arbeitsministerium veranstaltet am 06. Mai in Zusammenarbeit mit den Mobilen Beratungsteams und der RAA Brandenburg den Workshop „Qualifizierung für Demokratie und Toleranz in der betrieblichen Ausbildung“ in Potsdam.
  • Am 17. und 18. Mai stehen alle Liga-Spiele im Bereich des Brandenburgischen Fußballverbands – ab 5. Liga abwärts – unter dem Motto „Spieltag für Toleranz und Menschlichkeit“. Zu Beginn der Spiele wird eine Deklaration gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit verlesen.
  • Am 22. Mai sowie am 10. Juni finden in Kooperation mit dem „Toleranten Brandenburg“ zwei Fachkonferenzen in Potsdam zu den beiden Bundesprogrammen gegen Rechtsextremismus „Vielfalt tut gut.“ und „Kompetent. für Demokratie“ statt.
  • Der Verfassungsschutz Brandenburg führt am 23. Mai mit Experten aus dem Sport, der Forschung und dem Sicherheitsbereich die Fachtagung „Rechtsextremismus und Fußball“ in Potsdam durch. Im Oktober 2008 ist eine weitere Fachtagung zum Themenbereich „Rechtsextremismus im Internet“ vorgesehen.
  • Das Innenministerium und der Verfassungsschutz bieten ab Juni gemeinsam mit dem Städte- und Gemeindebund, dem Landkreistag sowie der Polizei-Fachhochschule auf kommunaler Ebene Seminare zum Thema „Handlungsmöglichkeiten gegen extremistische Wahlkampfstrategien“ an.
  • Die bei den RAA angesiedelte Koordinierungsstelle Jugendpartizipation lädt vom 13. bis 15. Juni Jugendbeteiligungsinitiativen wie Jugendparlamente und Jugendforen aus dem ganzen Land zu einem Erfahrungsaustausch nach Potsdam ein.
  • Das Filmmuseum Potsdam zeigt in Kooperation mit dem „Toleranten Brandenburg“ am 19. Juni in Potsdam den Film „Die Welle“ mit anschließender Podiumsdiskussion. Die Veranstaltung wird aus Mitteln des „Toleranten Brandenburg“ gefördert.
  • Die RAA Brandenburg laden im Zusammenwirken mit dem Verfassungsschutz Brandenburg sowie der Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“ Schülerinnen und Schüler aus Belgien, den Niederlanden, Spanien, Österreich, Frankreich und Italien vom 20. bis 22. Juni zu einem Internationalen Treffen der „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ nach Potsdam ein.
  • In Dallgow-Döberitz (Landkreis Havelland) findet am 21. Juni der Jesse-Owens-Gedächtnislauf von Schülerinnen und Schülern statt.
  • Am 25. und 26. Juli findet beim 12. Spremberger Perle-Cup das Internationale Jugend-Fußball-Meeting in Kooperation mit dem Albert-Schweitzer-Familienwerk und unter der Schirmherrschaft von Sportminister Holger Rupprecht in Spremberg (Landkreis Spree-Neiße) statt.
  • Das Wirtschaftsministerium organisiert am 05. September gemeinsam mit Kammern, Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften die Konferenz „Toleranz als Wirtschaftsfaktor“ in Potsdam.

Außerdem wird aus Anlass des Jubiläums in diesem Jahr zu zahlreichen Wettbewerbe aufgerufen:

  • Der Schülerwettbewerb „Aktiv werden – nicht wegsehen! Texte und Darstellungen zu (m)einem toleranten Brandenburg“ wurde vom „Toleranten Brandenburg“ ausgeschrieben und richtet sich an Schülerinnen und Schüler.
  • Der Wettbewerb „Mobiles Lernen – Neue Medien in der Schule für Demokratie und Toleranz“ wurde mit Unterstützung der Hewlett-Packard GmbH vom Bildungsministerium, dem „Toleranten Brandenburg“ und den RAA Brandenburg ausgeschrieben und richtet sich an Schülerinnen und Schüler.
  • Der Wettbewerb „Verein(t) gegen Rechtsextremismus! Sport für Menschlichkeit und Toleranz“ wurde von der Brandenburgischen Sportjugend ausgeschrieben und wird vom „Toleranten Brandenburg“ gefördert.
  • Der Wettbewerb „Fair bringt mehr! – Zeichen setzen für mehr Miteinander in Brandenburg“ wurde von den Volksbanken und Raiffeisenbanken in Brandenburg in Kooperation mit dem Landespräventionsrat und dem „Toleranten Brandenburg“ für Kindergärten und Schulen ausgeschrieben.
  • Der Wettbewerb „Brandenburg-Art Kreativwettbewerb“ wird vom Förderverein für Jugendarbeit in der Region Süd-West-Brandenburg e.V. (DGB-Jugend) ausgeschrieben und richtet sich vorrangig an Schülerinnen und Schüler von Berufsschulen und Oberstufenzentren.

Darüber hinaus wird derzeit:

  • im Rahmen eines Jugendprojekts eine DVD über das Handlungskonzept „Tolerantes Brandenburg“ und seine Akteure u.a. zum Einsatz in Schulen erstellt,
  • eine transportable Ausstellung zum Handlungskonzept „Tolerantes Brandenburg“ mit interaktiven Mediensäulen konzipiert,
  • die Broschüre über das Handlungskonzept „Tolerantes Brandenburg“ aktualisiert und überarbeitet sowie
  • die Aktualisierung des Maßnahmekatalogs zum Handlungskonzept als Kabinettvorlage vorbereitet.

Hintergründe zum „Handlungskonzept Tolerantes Brandenburg“:

Am 23. Juni 1998 beschloss die Landesregierung das Handlungskonzept gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit und benannte Schwerpunkte für ein gemeinsames Handeln von Politik und Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürgern, u.a.:

  • Die Mobilisierung der Gesellschaft durch die Unterstützung des landesweiten „Aktionsbündnisses gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“, in dem sich bereits seit 1997 viele gesellschaftliche Gruppierungen – von den Kirchen über die Gewerkschaften bis zu den Jugendverbänden – zusammengefunden hatten.
  • Die Ächtung von Gewalt und Unterstützung für deren Opfer durch die Stärkung des Vereins Opferperspektive.
  • Die Entwicklung von lokalen, demokratischen Strukturen durch die Mobilen Beratungsteams (MBT), die in sechs Regionalbüros flächendeckend Beratung und Hilfen im Land anbieten.
  • Die Entwicklung von Toleranz und Solidarität sowie der Abbau von Fremdenfeindlichkeit in der Bevölkerung durch die schulischen und außerschulischen Angebote der Regionalen Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule (RAA).
  • Die Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte im Umgang mit Gewalt und Rechtsextremismus durch Fortbildungs- und Beratungsangebote für den schulischen Bereich.
  • Die Verstärkung der präventiven Arbeit mit auffälligen Jugendlichen und Gruppen, etwa in der Jugendhilfe.
  • Die Sicherung des öffentlichen Lebens, indem Bedrohungen und Gefährdungen entschlossen mit den Mitteln von Verfassungsschutz, Polizei und Justiz entgegengetreten wird.

Um eine wirksame, zeitnahe, kontinuierliche und nachhaltige Umsetzung des Handlungskonzepts zu ermöglichen, beauftragte die Landesregierung den Staatssekretär im Bildungsministerium mit der Koordination und richtete eine Koordinierungsstelle ein. Koordinator des „Toleranten Brandenburg“ ist Bildungsstaatsekretär Burkhard Jungkamp.
Im Jahr 2005 wurde das Handlungskonzept aktualisiert und in einigen Teilen neu formuliert. Das Handlungskonzept sollte nicht mehr vorrangig als Leitbild gegen Rechtsextremismus stehen, sondern vielmehr für eine starke und lebendige Demokratie und für eine demokratische Gesellschaft mit Zivilcourage. Wesentliches Ziel des Handlungskonzepts ist weiterhin die Stärkung nachhaltiger zivilgesellschaftlicher Strukturen und Handlungsmöglichkeiten.

Mittlerweile ist im Land Brandenburg ein breit gefächertes Beratungs- und Unterstützungsnetzwerk entstanden. Es besteht nach wie vor im Kern aus den Mobilen Beratungsteams (MBT), den Regionalen Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule (RAA), dem landesweiten „Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“ sowie dem Verein Opferperspektive. Diese arbeiten bei Bedarf eng mit Einrichtungen des Landes und der Kommunen wie der Polizei, dem Verfassungsschutz, den Ordnungsämtern, den Schulämtern sowie den Integrationsbeauftragten zusammen.

Seit 2007 wird dieses Netzwerk durch eine Koordinierungsstelle für das Projekt „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“, eine Koordinierungsstelle zur Förderung von Partizipationsprojekten im Jugendbereich sowie eine Koordinierungsstelle für Präventionsprojekte beim Landessportbund ergänzt.

Zusätzlich wird das Netzwerk aus dem Bundesprogramm „kompetent. für Demokratie“ unterstützt. Dadurch besteht u.a. die Möglichkeit, aus den bestehenden Strukturen heraus anlassbezogen Kriseninterventionsteams zu bilden. Aus Landes- und Bundesmitteln können diese Beratungsangebote mit insgesamt 1,5 Millionen Euro unterstützt werden.

Integriert in das landesweite Beratungsnetzwerk sind seit dem vergangenen Jahr zudem die durch das Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“ im Land Brandenburg geförderten

  • zehn lokalen Aktionspläne gegen Rechtsextremismus in den Landkreisen Barnim, Oberspreewald-Lausitz, Uckermark, Märkisch-Oderland, Ostprignitz-Ruppin, Dahme-Spreewald und Elbe-Elster, in den Städten Frankfurt (Oder) und Fürstenwalde (Landkreis Oder-Spree) sowie der Region Hoher Fläming (Landkreis Potsdam-Mittelmark). Dafür stellt der Bund in diesem Jahr 1,45 Millionen Euro zur Verfügung sowie
  • neun Modellprojekte, darunter das in Pinnow (Landkreis Uckermark) angesiedelte Projekt „Kompetenzzentrum gegen Extremismus und Gewalt“ (KEG) des Europazentrums Brandenburg-Berlin (EZBB). Für die Umsetzung aller Modellprojekte stehen aus Bundesmitteln sowie aus Kofinanzierungen des Landes, von Stiftungen u.a. im Jahr 2008 insgesamt knapp zwei Millionen Euro bereit.

Mit mehr als 15 Partnern unterhält das „Tolerante Brandenburg“ besonders enge Kontakte durch den Abschluss von Kooperationsvereinbarungen. Darin wird das gemeinsame Bemühen beschrieben, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zurückzudrängen und für eine wachsende demokratische Kultur im Lande einzutreten.

Gebündelt und gesteuert werden alle Aktivitäten des Beratungsnetzwerks im Land durch die Koordinierungsstelle Tolerantes Brandenburg der Landesregierung im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Der Koordinierungsstelle selbst stehen rund 220.000 Euro aus Lottomitteln zur kleinteiligen Förderung konkreter Projekte – von Anti-Rassismus-Konzerten bis zur Unterstützung von lokalen Initiativen – zur Verfügung. Damit können jedes Jahr 30 bis 40 Projekte gefördert werden.

Weitere Informationen gibt es unter www.tolerantes.brandenburg.de

 

17.03.2008 - Polnische Partnerschule des Marie-Curie-Gymnasiums gewinnt die Staffelwertung beim Lauf der Sympathie.

Die polnische Partnerschule des Marie-Curie-Gymnasiums Dallgow-Döberitz, das Liceum Strzelce Krajenskie (deutsch: Friedeberg), hat mit seiner Jungen-Mannschaft am Sonntag beim Lauf der Sympathie deutlich die Staffelwertung der Oberschulen gewonnen. Borek Tukasz, Maciej Zakryszko, Zbigniew Hanzel, Wojciech Jankowski und Jakub Dobrowolski brauchten für die zehn Kilometer vom Start an der Stadthalle Falkensee bis zum Ziel auf dem Marktplatz Spandau nur 37,16 Minuten. Sie waren damit 29 Sekunden schneller als die schnellste Staffel des Leonardo da Vinci-Campus Nauen. Mit gut sechs Minuten Rückstand kam der TSV Falkensee auf Platz drei.


Die polnische Siegermannschaft der Jungen- und Gesamtwertung. Die schnellste Mädchenmannschaft kam ebenfalls aus Polen

In der Gesamtwertung kamen die Mädchen aus Strzelce Krajenskie mit ihrer Zeit von 46,44 Minuten auf Platz sechs. Anna Warchol, Aleksandra Pytlos, Malgorzata Harmacinski, Izabela Olek und Paulina Bezgebluk waren damit die schnellste Mädchenstaffel im Feld der zwanzig Teams. Die Mannschaft der Jesse-Owens-Initiative folgte auf Platz acht. Die Läuferinnen und Läufer vom Marie-Curie-Gymnasium in Dallgow-Döberitz - Tim Wallstab, Tinka und Caroline Dzalas sowie Cora und Sarah Mosel - waren nach 47,58 Minuten im Ziel.


Die Läuferinnen des Marie-Curie-Gymnasiums: Sarah, Tinka, Cora, Caro und Tim (leider nicht auf dem Foto)

Die Jesse-Owens-Initiative verteilte bei dem Lauf über die Landesgrenze nach Berlin Einladungen und Ausschreibungen für den 3. Jesse-Owens-Lauf für Toleranz und gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Die ersten Teams, die melden, nehmen an der Verlosung von zweihundert Eintrittskarten für das DKB-Istaf im Olympiastadion teil, den Auftakt der Golden League der Leichtathleten am 1. Juni. Der Flyer mit allen Informationen kann von der Internet-Seite www.cometorun.de heruntergeladen werden.

Zwischen dem Liceum Strzelce Krajenskie aus dem Regierungsbezirk Lebus, rund zweihundert Kilometer nordöstlich von Berlin, und dem Marie-Curie-Gymnasium Dallgow-Döberitz an der westlichen Stadtgrenze der Hauptstadt besteht seit 2005 ein intensiver Kontakt und reger Austausch.

 

10.03.2008 - DKB-ISTAF unterstützt auch in diesem Jahr die Jesse-Owens-Memorial-Staffel.

Sie wird am 21. Juni im historischen Olympischen Dorf von 1936 in Elstal ausgetragen werden.

Unter den Frühanmeldern der Schul- und Vereinsmannschaften, die für diesen Lauf von Kindern und Jugendlichen für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus melden, verlost das große Stadionfest zweihundert Eintrittskarten für den Auftakt der Golden League am 1. Juni im Olympiastadion von Berlin. Jeweils die gesamte Mannschaft wird zu der Leichtathletik-Veranstaltung eingeladen werden. Ministerpräsident Matthias Platzeck hat die Schirmherrschaft für die Veranstaltung des Marie-Curie-Gymnasiums übernommen, die zum dritten Mal stattfindet.

Die Schulämter und Leichtathletikverbände von Berlin und Brandenburg verschicken zur Zeit die Ausschreibungen an die Schulen und Vereine.

 

17.11.2007 - Eine sportliche Schule - die Eugen Kolisko Schule mit der Marathon AG - ein beispielhaftes Engagement für den Laufsport

Deshalb bevorzugen wir Laufveranstaltungen, an denen Staffelmannschaften an den Start gehen, um den Kindern ein Gruppengefühl und Verantwortung und Respekt vor der Leistung des Einzelnen zu vermitteln.

Die Eugen Kolisko Schule nahm in diesem Jahr mit vier Mannschaften an der 2. Jesse-Owens-Staffel im Olympischen Dorf von 1936 teil - sie gewann bei den Grundschulen, nachdem im Vorjahr der zweite Platz erreicht werden konnte. Wir stellen diese beispielhafte Schule gerne vor, weil man sieht, welche Erfolge durch das Engagement der Eltern, Lehrer, Betreuer, Trainer, der Schule - und natürlich der Kinder - möglich sind. Es könnte noch mehr Eugen Koliskos Schulen in Deutschland geben!

Die Eugen Kolisko Schule ist eine Freie Waldorfschule, die im Jahr 2000 durch Elterninitiative gegründet wurde. Die Schule befindet sich mit ihren derzeitigen 10 Klassen noch im Aufbau mit der Zielsetzung, in drei Jahren, also 2010, die erste Klasse zum Abitur zu führen.

Ende dieses Jahres werden die verbleibenden Klassen, die sich noch im ehemaligen DED-Gebäude (Deutscher-Entwicklungs-Dienst) befinden, in unser neues Schulhaus ziehen.
Im Dezember 2005 kaufte der Verein Waldorfpädagogik Havelhöhe ein Haus auf dem Gelände des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe, das Gebäude der ehemaligen Psychiatrie.

Seitdem wird dieses Haus (Baujahr 1934) mit großer Anstrengung auch von Seiten der Elternschaft umgebaut. Neben den Fachfirmen haben die Eltern seit Baubeginn auf unseren regelmäßigen Bau-Samstagen bereits 2000 Arbeitsstunden geleistet.

Bei einer Schulneugründung fließen in der Regel alle Mittel und Kräfte in die Pädagogik, in den Aufbau des Kollegiums und in den Schulhausbau.
Für den Sport stehen von Seiten der Schule wenig Kapazitäten zur Verfügung. Wir bieten unseren Schülern zwar einen Sportunterricht, der allerdings sehr improvisiert statt finden muss. Im Sommer nutzen die Sportlehrer die wunderbare Havellage unserer Schule aus, indem sie den Sport in den Gutspark verlegen. Auf dem ehemaligen DED-Gelände befindet sich ein Fußballplatz, den wir auch nutzen können - was uns allerdings fehlt ist ein richtiger Sportplatz und eine Turnhalle.
Trotzdem werden wir nicht müde, den Sport an unserer Schule so gut es geht zu fördern.

Vor drei Jahren formierte sich aus der Idee, beim MINI-MARATHON des BERLIN-MARATHON eine Schulmannschaft an den Start gehen zu lassen, die Marathon AG, mit dem Ziel, interessierte Kinder auf diesen Lauf intensiv vorzubereiten.
Auf der Suche nach ehrenamtlichen freiwilligen Menschen fiel das Augenmerk auf Paul Asare, ehemaliger Marathonläufer aus Ghana, und auf mich, Sportlerin aus Leidenschaft (Lieblingsdisziplin: Leichtathletik) und Halbmarathonläuferin. Die Marathon AG gibt es nun seit dem Sommer 2004 und erfreut sich großer Beliebtheit an unserer Schule, die sich bis in die kleinen Klassen herumspricht.

Wir bieten unser Training zweimal in der Woche von 15.30 Uhr – 17.00 Uhr für Kinder aller Altersstufen an. Gerade das klassenübergreifende Training mit den Kindern macht uns großen Spaß. Wir möchten die Kinder für den Laufsport begeistern und zusätzlich faires Miteinander und soziales Verhalten fördern. Dies alles finden wir wichtig für den Aufbau einer sich respektierenden Schulgemeinschaft und erhoffen uns damit über den Sport auch einen Beitrag zur Gewaltprävention zu leisten.

Deshalb bevorzugen wir Laufveranstaltungen, an denen Staffelmannschaften an den Start gehen, um den Kindern ein Gruppengefühl und Verantwortung und Respekt vor der Leistung des Einzelnen zu vermitteln.
Neben dem Jesse-OwensStaffellauf im Olympischen Dorf nehmen wir regelmäßig am Berliner MINI-MARATHON und in diesem Jahr erstmalig zum Abschluss unsere Laufsaison auch an der Kondius Marathon Staffel am 18. November teil.

Leider sind unsere Teilnahmen an sportlichen Veranstaltungen noch sehr begrenzt, da uns die Ausschreibungen der öffentlichen Schulen aus unerfindlichen Gründen häufig nicht erreichen.
Gerne würden wir einmal an den Qualifikationsläufen für die Schülerstaffeln beim ISTAF Berlin teilnehmen.

Dass wir jedes Jahr an der JesseOwensStaffel teilnehmen, erfreut uns und unsere Kinder immer ganz besonders. Der Staffellauf im Olympischen Dorf ist für mich die schönste Sportveranstaltung, die ich kenne. Junge Sportler wieder an einen sporthistorischen Ort zu bringen, an dem der Geist von einst noch zu spüren ist, ist eine wundervolle Idee. Dazu noch in der schönen Landschaft der Döberitzer Heide und auf einem Sportplatz mit Aschenbahn. Dass die Sportler dabei zum Aufwärmen die alte Turnhalle von 1936 benutzen dürfen, die mit Fotos an die damalige Zeit erinnert, finde ich großartig.

Wir waren bisher immer sehr beeindruckt von der perfekten und überaus professionellen Organisation dieses kleinen und doch so besonderen Sportfestes durch Helena Reinsch und das Marie-Curie-Gymnasium.

Hanna Kindler
Eugen Kolisko Schule -
Freie Waldorfschule Havelhöhe
Eugen Kolisko Schule (www.havelhoehe.net/schule/)

Nicht nur auf dem sportlichen Sektor sind die Schülerinnen und Schüler der Eugen Kolisko Schule erfolgreich, sondern auch im künstlerischen Breich.

So gewann Katharina Grah von der freien Waldorfschule "Eugen Kolisko" aus Kladow den 1. Platz beim Malwettbewerb des BERLIN-MARATHON. Sie malte eine Rennsituation des Jesse-Owens-Memorial Staffellaufes.

 

 

Herzlichen Glückwunsch, Katharina!

 

05.11.2007 - Jesse-Owens-Initiative erfolgreich beim 44. Berliner Cross-Country-Lauf

Die Jesse-Owens-Initiative des Marie-Curie-Gymnasiums warb mit zwei ersten Plätzen, einem Geheimsieg und zwei dritten Plätzen beim 44. Berliner-Cross-Country-Lauf für ihren Staffellauf im Olympischen Dorf.

Die sieben Läuferinnen und Läufer warben unter den Kindern und Jugendlichen, die an dem traditionellen Querfeldeinrennen im Grunewald teilnahmen, für den 21. Juni 2008. Zu diesem Termin laden sie zur 3. Jesse Owens Memorial Staffel ihrer Schule nach Elstal ein.

Kevin Jahn war der erste, der Erster wurde: In der Klasse der Fünfzehnjährigen gewann er den Lauf über 3300 Meter in 13:57 Minuten. Cora Mosel tat es ihm wenig später gleich. Sie siegte auf derselben Strecke in der Altersklasse der Vierzehnjährigen in 16:02 Minuten. Ihre Schwester Sara war in 16:29 Minuten die Schnellste der Dreizehnjährigen. Durch einen Fehler bei der Anmeldung wurde sie allerdings um die ihr zustehende Anerkennung und die als Siegprämie ausgelobte Ananas gebracht: Sie wurde in der Klasse der Vierzehnjährigen gewertet. Helena Reinsch kam in der Klasse der Fünfzehnjährigen auf Platz drei (15:41). Tim Wallstab wurde überrascht von dem Aufruf, sich in der Klasse der Fünfzehnjährigen für Platz drei auszeichnen zu lassen. Er ist allerdings zwei Jahre älter und, seiner Altersklasse gemäß, 4500 Meter gelaufen. Er hat beim Veranstalter SCC beantragt, das Ergebnis zu korrigieren.

 

31.10.2007 - Ankündigung zur 3. Jesse-Owens-Gedenklaufstaffel am 21. Juni 2008

Vier ein halb Wochen vor den Sommerferien des Olympiajahres 2008 wird die 3. Jesse Owens Memorial Staffel stattfinden.

Das Marie-Curie-Gymnasium Dallgow-Döberitz und seine Jesse-Owens-Initiative laden am Samstag, dem 21. Juni, alle Schulen in Berlin und Brandenburg, Initiativen und – in gesonderter Wertung – Sportvereine zu diesem Lauf für Toleranz und gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ins Olympische Dorf Elstal an der Bundesstraße 5 ein.

Im Juni waren mehr als 270 Kinder und Jugendliche zu diesem Lauf in die Geschichte gestartet, dessen Schirmherrschaft Ministerpräsident Matthias Platzeck übernommen hat. Die Strecken von (acht Mal) 650 Meter für die Grundschüler und (acht Mal) 2200 Meter für die Großen führen vom Sportplatz der Anlage aus durch das historische Olympische Dorf von 1936. Dort wohnten vor mehr als siebzig Jahren der viermalige Olympiasieger Jesse Owens, der berühmteste Leichtathlet der Welt, und die anderen Teilnehmer der Berliner Spiele von 1936. Die DKB-Stiftung hat das Haus, in dem Owens lebte, wiederhergestellt und wie das gesamte Areal für Besucher zugänglich gemacht.

Anmeldungen sind voraussichtlich von Anfang des Jahres an beim Marie-Curie-Gymnasium Dallgow-Döberitz und im Internet auf www.cometorun.de möglich.

 

16.06.2007 - Strahlende Teilnehmer an 2. Jesse-Owens-Memorial-Staffel

Eugen-Kolisko- und Lise-Meitner-Schule siegen

Allein schon atmosphärisch war die zweite Jesse-Owens-Memorial-Staffel ein großer Erfolg: Je länger die Jungen und Mädchen am Samstag im Olympischen Dorf in Elstal liefen, desto weniger regnete es. Als schließlich der Sieg der Eugen-Kolisko-Waldorfschule aus Berlin-Havelhöhe bei den Grundschulen und des Lise-Meitner-Gymnasiums Falkensee bei den Oberschülern feststand, waren die Wolken vertrieben und der sonnige Teil des Wochenendes begann.

Auch die ausgezeichneten Teams strahlten. Sie erhielten Eintrittskarten für das Sportfest Istaf am 16. September, Wörterbücher und Romane vom Langenscheidt-Verlag, Gruppenkarten für Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide und eine Vielzahl weiterer attraktiver Preise und Geschenke. Dabei hatte der Morgen nicht gerade vielversprechend begonnen. Die Unwetter der Nacht hatten die schwarze Aschenbahn auf dem Gelände von 1936 durchnässt und den Hof des historischen Speisehauses der Nationen überflutet; dort musste die Strecke kurzfristig verändert werden. Manche Eltern sagten die Teilnahme ihrer Kinder ab, da der Keller überflutet war und Hilfe zu Hause gebraucht wurde.

Der für Sport zuständige Staatssekretär Burghard Jungkamp aus der Landesregierung Brandenburg fühlte sich an seine Erfahrungen als junger Läufer erinnert. „Regen hat mich nie davon abgehalten, Sport zu treiben“, sagte er aufmunternd, als er den Startschuss gab. „Dazu musste es schon mehr schütten als jetzt.“

34 Teams mit je acht Läuferinnen und Läufern gingen an den Start, das ist eine Steigerung um mehr als fünfzig Prozent im Vergleich zur Premiere im vergangenen Jahr. Auf der 650 Meter langen Runde vom Sportplatz um die Schwimmhalle herum und zurück siegte die Eugen-Kolisko-Schule in 18:30 Minuten mit dem deutlichen Vorsprung von 49 Sekunden vor der Otto-Lilienthal-Grundschule Wustermark (19:19) und der Grundschule Löwenberg (19:43). Insgesamt gingen 23 Mannschaften ins Rennen.

Der Nieselregen machte in diesem Rennen den Zeitnehmern um John Kunkeler mehr Schwierigkeiten als dem enthusiastischen, von den Eltern angefeuerten Nachwuchs: Er wusch die Tinte von den Startlisten, einige Namen wurden unleserlich, und die Veranstalter mussten schließlich ihre Ergebnisliste korrigieren. „Einige Teams werden deshalb ihre Urkunden mit der Post erhalten“, sagte die Initiatorin des Laufs, Helena Reinsch aus der neunten Klasse des Marie-Curie-Gymnasiums in Dallgow-Döberitz. „Wir waren zu schnell beim Ausstellen. “

Die Ergebnisliste gibt es hier ...

Die Ergebnisse auf den Kopf zu stellen versprach die jüngste Teilnehmerin der Staffel, die die Botschaft Namibias ins Rennen geschickt hatte. „Nächstes Jahr gewinnen wir!“ kündigte sie an, nachdem sie gestürzt war und sich mit zusammengebissenen Zähnen ins Ziel gekämpft hatte. Die Mannschaft aus Kindern der Botschaftsmitarbeiter kam auf den neunzehnten Platz.

Bei den Oberschülern, die acht mal 2200 Meter zu absolvieren hatten, entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Titelverteidiger Schwanebeck und dem Team des Lise-Meitner-Gymnasiums Falkensee. Letztlich siegte die Mannschaft aus dem Havelland deutlich mit 1:16:49 Stunden und 1:46 Minuten Vorsprung auf Schwanebeck. Auf Platz drei folgte die erste Mannschaft einer Initiative der Rosa-Luxemburg-Oberschule aus Berlin-Pankow (1:18:56): „Rosa braucht Flügel“. Insgesamt drei Teams waren für den Flügel für ihre neue Aula ins Rennen gegangen, den sich die Schülerinnen und Schüler mit Konzerten und Langläufen verdienen wollen. Wie sehr sie sich bei ihrem Publikum und ihren Sponsoren ins Zeug legen, zeigten sie auch am Samstag: „Rosa“ rannte auf die Plätze drei, vier und fünf. Erfolgreichste Mädchenstaffel war das Team des Leonardo-da-Vinci-Campus in Nauen (1:32:48) auf Rang elf. Der Präsident des Brandenburgischen Leichtathletik-Verbandes und Mitglied des Bundestages, Steffen Reiche, lobte bei der Siegerehrung den Enthusiasmus und Ehrgeiz der jungen Läuferinnen und Läufer.

Der Vorsitzende der DKB-Stiftung für gesellschaftliches Engagement, Martin Honerla, zeigte sich nicht nur beeindruckt vom sportlichen Engagement der jungen Läuferinnen und Läufer. Ihm gefiel auch, dass die Teams zum Teil weite Anreisen auf sich nahmen, um sich auf dem historischen Areal seiner Stiftung mit anderen zu messen. Die Mannschaften mit der weitesten Anreise – Schwanebeck und Berlin-Pankow – erhielten als Wegzehrung ein Brotrad vom Bio-Backhaus Falkensee.

Die E-Jugend der deutsch-tschechische Fußballschule aus Hof und Franzensbad musste ihre Teilnahme absagen, weil ihr Bus einen Motorschaden hatte. Sie schickten zum Gruß einen Satz T-Shirts und Kappen für ein Team in ihrer Altersklasse.

Elke Mohr freute sich nicht nur über den Wetterumschwung am Samstagmorgen. Die Leiterin des veranstaltenden Marie-Curie-Gymnasiums, das mit zwei Staffeln ins Rennen ging, zeigte sich auch angetan vom Sports- und Mannschaftsgeist der Schülerinnen und Schüler.

 

11.06.2007 - Deutsch-tschechische Fußballtalente erwartet

Einladung zur 2. Jesse-Owens-Memorial-Staffel am Samstag, den 16. Juni ins Olympische Dorf von 1936 in Elstal, direkt an der Bundesstraße 5 von Spandau nach Nauen

Zum neuen Termin, vier Wochen vor den Sommerferien, findet am Samstag die Jesse-Owens-Memorial-Staffel im Olympischen Dorf von 1936 in Elstal statt. Dieser Lauf für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus hat eine außergewöhnliche Resonanz. Weit über dreißig Staffeln mit rund 250 Läuferinnen und Läufern, überwiegend von Schulen in Berlin und Brandenburg, haben gemeldet. Das sind gut fünfzig Prozent mehr als bei der Premiere im vergangenen Herbst. Nicht nur der Titelverteidiger aus Schwanebeck wird wieder am Start sein und um Eintrittskarten für das Leichtathletik-Sportfest Istaf im Berliner Olympiastadion am 16. September spurten. Erstmals hat sich auch eine Mannschaft der Deutsch-Tschechischen Fußballschule in Hof und Franzensbad angesagt, ein von der Uefa und ihrem Präsidenten Michel Platini gefördertes Integrationsprojekt und eine von Profiklubs in ganz Europa aufmerksam beobachtete Talenteschmiede.

Der Staffellauf geht auf eine Projektarbeit über den vierfachen Olympiasieger Jesse Owens zurück, den die Schülerin Helena Reinsch vor drei Jahren am Marie-Curie-Gymnasium in Dallgow-Döberitz verfasste. Ihre Schule liegt nur wenige tausend Meter vom einstigen Olympischen Dorf entfernt, in dem im Sommer vor 71 Jahren der viermalige Olympiasieger Jesse Owens lebte. Der schwarze Publikumsliebling und überragende Athlet der Olympischen Spiele im Nazideutschland von 1936 ist bis heute Symbol dafür, dass Sport und sportliche Leistung Vorurteile und Rassismus überwinden können. „Jesse Owens bedeutet, sein Bestes zu geben“, sagt Chris Owens, Großneffe des wohl berühmtesten Leichtathleten der Welt und Basketballprofi in Berlin. Er unterstützt, wie auch Horst Milde, der Gründer des Berlin-Marathons, den Staffellauf in Elstal.

Helena Reinsch und Frida Michel, inzwischen in der neunten Klasse, waren in der vergangenen Woche zu einem dreitägigen Seminar des Förderprogramms „Demokratisch Handeln“ der Theodor-Heuss-Stiftung in Jena eingeladen und sind dort für ihre Initiative ausgezeichnet worden. Schirmherr des Laufs ist Ministerpräsident Matthias Platzeck. Als Ehrengäste werden neben anderen Staatssekretär Burkhard Jungkamp und Martin Honerla, der Vorsitzender der DKB-Stiftung, erwartet.

Der Startschuss für die Bambini erfolgt um 9:30 Uhr. Die Sieger werden für die acht Mal 650 Meter vom Sportplatz um die Schwimmhalle herum und zurück auf die Zielgerade voraussichtlich zwanzig Minuten brauchen. Im vergangenen Jahr siegte das Team der Anne-Frank-Grundschule aus Sperenberg.

Die Oberschüler starten um 11 Uhr. Nach den Ergebnissen des Vorjahres, als die Oberschule Schwanebeck überlegen siegte, werden die Besten für die acht mal 2200 Meter nicht viel mehr als 70 Minuten benötigen. Ihre Strecke führt vom Sportplatz zwischen den Resten der Wohnhäuser hindurch zum Speisehaus der Nationen, durch eine Allee an Plattenbauten der Roten Armee vorbei in Richtung Hindenburg-Haus und zurück auf den Sportplatz – buchstäblich ein Lauf in die Geschichte. Die DKB-Stiftung für gesellschaftliches Engagement, die Eigentümerin des Areals ist, lädt ein zur Besichtigung des Zimmers, in dem Jesse Owens wohnte, und zu Führungen durch das Olympische Dorf.

Für die An- und Abreise mit der Bahn fährt ein Shuttle-Bus zwischen Olympischem Dorf und den Bahnhöfen Elstal (in 26 Minuten von Berlin Hauptbahnhof) und Wustermark (in 31 Minuten von Potsdam Hauptbahnhof).

Für Rückfragen und als Ansprechpartner am Samstag stehen für Journalisten Christian Klaue – 0172/2543694 und Bärbel Reinsch – 0175/3296390 zur Verfügung.

 

07.06.2007 - „Jesse Owens bedeutet, sein Bestes zu geben“

Neffe des Olympiasiegers will endlich einmal die Staffel besuchen

Chris Owens bewegt sich, als schmerze ihn immer noch das Ausscheiden aus dem Play Off-Achtelfinale der deutschen Basketball-Meisterschaft mit Alba Berlin. Doch es ist der rechte Fuß, der den Basketball-Profi schmerzt: eine Entzündung in der Ferse. „Tut mir leid, ich kann nicht zu eurer Staffel kommen“, sagte er den Schülern des Marie-Curie-Gymnasiums, die ihn am Mittwochvormittag in Berlin besuchten und zur Jesse-Owens-Memorial-Staffel am 16. Juni ins Olympische Dorf von 1936 in Elstal einluden. „Ich fliege am Freitag nach Hause zu meiner Familie in Ohio.“

Chris Owens ist der Großneffe von Jesse-Owens. Er ist sehr stolz auf ein Foto, das zeigt, wie ihn der vierfache Olympiasieger von 1936 im Arm hält. Das war 1979. Chris Owens war etwa acht Monate alt. Kurz darauf, im März 1980, starb Jesse Owens im Alter von 66 Jahren. „Ob ich etwas von ihm geerbt habe?“ fragt der 28 Jahre alte Basketballspieler, der den Sprinter und Weitspringer mit seinen 2,04 Meter um mehr als Haupteslänge überragen würde. „Mann, ich wünschte, ich hätte seine Geschwindigkeit!“

„Jesse Owens steht für viel“, gab die Nummer acht von Alba Berlin den Veranstaltern und den Teilnehmern an der Staffel für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus mit auf den Weg. „Sein Name bedeutet, dass man sein Potential maximiert, dass man sich nie von den Umständen beeindrucken lässt und immer sein Bestes gibt.“ Im nächsten Jahr will er mit seinem Berliner Team weiter kommen als diesmal: „Sicher will ich Meister werden. Und ich will endlich eure Staffel besuchen können.“

 

31.05.2007 - Die Jesse-Owens-Memorial-Staffel zum Familienausflug nutzen

Aus dem Olympischen Dorf zum halben Preis zu Sielmanns Wisenten

Die Heinz Sielmanns Stiftung lädt die Läuferinnen und Läufer der 2. Jesse-Owens-Memorial-Staffel sowie ihre Familien und Freunde zum Besuch ein. Wer nach dem Lauf im Olympischen Dorf von 1936 am Samstag, den 16. Juni, in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide seine Startnummer vorweist, zahlt mitsamt seiner Familie oder anderen Begleitern nur den halben Eintrittspreis. Die Stiftung von Heinz Sielmann hat vor drei Jahren fast 3500 Hektar der Döberitzer Heide erworben, die praktisch gegenüber dem Olympischen Dorf auf der anderen Seite der B 5 liegen. In Schaugehegen können dort eine Herde Wisente, eine Herde Przewalski-Pferde sowie Rotwild in natürlicher Umgebung besichtigt werden.

Die Stiftung setzt für drei der Schul- und Vereinsstaffeln als Preise Gruppentickets aus, die auch später eingelöst werden können. Bereits in der vergangenen Woche hatte das Istaf 150 Eintrittskarten zu seinem Sportfest im September im Olympiastadion zur Verfügung gestellt. Die Jesse-Owens-Memorial-Staffel für Toleranz und gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wird veranstaltet vom Marie-Curie-Gymnasium in Dallgow-Döberitz. Sie steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Matthias Platzeck und ist offen für die Staffeln von Grund- und Oberschulen, von Vereinen und Initiativen.

 

23.05.2007 - Jesse Owens Memorial Staffel:

150 Teilnehmer eingeladen zum Istaf ins Olympiastadion Berlin

Bei der Jesse Owens Memorial Staffel am 16. Juni wird es auch um Plätze beim Istaf gehen – allerdings nicht um Startplätze für die Läuferinnen und Läufer, sondern um Sitze im Berliner Olympiastadion. 150 Eintrittskarten hat der Geschäftsführer des Leichtathletik-Meetings, Gerhard Janetzky, am Mittwoch den Veranstaltern des Laufes für Toleranz und gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vom Marie-Curie-Gymnasium in Dallgow-Döberitz zur Verfügung gestellt. Die Eintrittskarten werden für Mädchen und Jungen in allen Wettbewerben von den Grundschulen über die weiterführenden Schulen bis zu den Teams von Vereinen und Initiativen als Preise ausgesetzt. Janetzky sagte: „Wer im Namen von Jesse Owens startet, soll auch die Chance haben, Leichtathletik der Weltklasse dort zu erleben, wo Jesse Owens 1936 seine vier Goldmedaillen gewann, im Olympiastadion von Berlin.“ Das Istaf, das auch in diesem Jahr Finale der Golden League ist, wird siebzig Jahre alt und will zu diesem Jubiläum, am 16. September, 70000 Zuschauer zur Leichtathletik ins Olympiastadion bringen.

Neben dem Istaf unterstützen große Unternehmen die Jesse Owens Memorial Staffel. Der Langenscheidt - Verlag hat Wörterbücher, Nachschlagewerke und zweisprachige Romane als Preise ausgesetzt. Das Entsorgungs- und Recyclingunternehmen Alba unterstützt den Lauf ebenso wie die Gesundheitskasse AOK. Unterstützung und Preise kommen auch von der Druckerei Eppler und Buntdruck sowie der Bio-Bäckereikette Backhaus. Die Eigentümerin des Olympischen Dorfes von 1936, die DKB-Stiftung für Gesellschaftliches Engagement, stellt der Schülerinitiative freundlicherweise das historische Gelände zur Verfügung.

 

15.05.2007 - Mit Jesse Owens in die Zukunft laufen!

Aufruf der Integrationsbeauftragten Prof. Karin Weiss

Die Jesse-Owens-Memorial-Staffel am 16. Juni ist nicht nur ein Lauf durch die Vergangenheit. Sie ist auch ein Aufbruch in die Zukunft. Das sagt Prof. Karin Weiss, die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg. „Der Lauf im Olympischen Dorf von 1936 in Elstal erinnert an einen großen Athleten und steht zugleich für ein Zusammenleben in Toleranz und ohne Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“, sagte Prof. Weiss in Potsdam. „Ich rufe alle Initiativen und Projekte für Integration, alle Schulen und Vereine auf, an diesem Lauf teilzunehmen und Flagge zu zeigen.“ Nicht der Sieg sei entscheidend, sondern das Miteinander.

Der Staffellauf findet am Samstag, den 16. Juni, im Olympischen Dorf von Elstal zum zweiten Mal statt. Er wird von Schülerinnen und Schülern des Marie-Curie-Gymnasiums in Dallgow-Döberitz veranstaltet. Schirmherr ist Ministerpräsident Matthias Platzeck.

Die Staffel der Grundschüler führt acht Mal über 650 Meter auf der Aschenbahn des historischen Sportplatzes und um die Ruine der Schwimmhalle.

Oberschüler und Initiativen gehen auf eine acht Mal 2,2 Kilometer lange Runde. Sie führt zwischen den einstigen Wohnhäusern der Olympiateilnehmer hindurch in den Innenhof des Speisehauses der Nationen und unter alten Bäumen zurück auf den Sportplatz. Vereine starten in den jeweiligen Altersgruppen mit einem Läufer weniger; der Schlussläufer absolviert zwei Runden. Am vergangenen Samstag nahmen Schülerinnen der Jesse-Owens-Initiative am Frauenlauf im Berliner Tiergarten statt. Unter den jüngsten der 12000 Läuferinnen warben sie für die Teilnahme an ihren Staffelläufen.

 

11.05.2007 - Nicht nachlassen heißt die Devise bei der Jesse-Owens- Initiative.

Schülerinnen werben beim 24. AVON RUNNING Berliner Frauenlauf für die Jesse-Owens-Memorial-Staffel.

Am kommenden Samstag werden sieben Schülerinnen des Marie-Curie-Gymnasiums aus Dallgow-Döberitz beim 24. AVON RUNNING Berliner Frauenlauf an den Start gehen.

Die drei Schwestern Sara, Cora und Lena Mosel sowie Mareike Güthler, Helena Reinsch, Viktoria Schenkel und Eva-Maria Stephan wollen dabei vor allem unter den jüngsten Teilnehmerinnen der größten deutschen Frauenlaufs für die Jesse-Owens-Memorial-Staffel am 16. Juni im Olympischen Dorf von 1936 in Elstal werben. Was sie nicht daran hindern soll, so viele der voraussichtlich 12000 Teilnehmerinnen wie möglich hinter sich zu lassen.

Am vergangenen Wochenende war eine Staffel der Jesse-Owens-Initiative mit Sara und Lena Mosel im Staffelwettbewerb über 5 x 5 Kilometer beim Run Berlin gestartet. Der Jesse-Owens-Lauf für Toleranz und gegen Rassismus, eine Veranstaltung des Marie-Curie-Gymnasiums unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Matthias Platzeck, ist für Staffeln von Schulen, Vereinen und Initiativen ausgeschrieben (www.cometorun.de). Jesse Owens gewann bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin vier Goldmedaillen.

 

06.05.2007 - Jesse-Owens-Initiative erreicht Platzierung im Mittelfeld bei "25 km von Berlin"

Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums zeigen Flagge bei der 5 x 5 km Staffel des Berliner Leichtathletik-Verbandes

Schneller als die Berliner Verkehrsbetriebe war die Staffel der Jesse-Owens-Initiative des Marie-Curie-Gymnasiums am Sonntag beim Run Berlin.

Der Wechsel bei zehn Kilometer Unter den Linden von Lorenz Reinsch auf Paula Michels verzögerte sich um quälend lange fünf Minuten, weil die U-Bahn der Läuferin Verspätung hatte. Zu Fuß machte das Quintett vom Dallgower Gymnasium auf den fünf mal fünf Kilometern vom Olympiastadion durch Berlin zurück ins Stadion den Zeitverlust weitgehend wett.

Unter 58 überwiegend erwachsenen Teams kamen Startläuferin Sara Mosel, Lorenz Reinsch, Paula Michels, Tim Wallstab und Schlussläuferin Lena Mosel in 2:18:41 Stunden auf Platz 38.

Die fünf waren auf Einladung des Berliner Leichtathletik-Verbandes gestartet, um sich auf die Jesse-Owens-Staffel am 16. Juni im Olympischen Dorf Elstal vorbereiten zu können. Sie nutzten die Gelegenheit, bei Schülerinnen und Schülern für ihren Lauf für Toleranz und gegen Rassismus zu werben, der in sechs Wochen stattfinden wird. Am kommenden Samstag starten Läuferinnen der Jesse-Owens-Initiative beim Avon-Lauf im Berliner Tiergarten.

 

01.05.2007 - Jesse-Owens-Initiative startet bei "25 km von Berlin"

Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums zeigen Flagge bei der 5 x 5 km Staffel des Berliner Leichtathletik-Verbandes

„Flagge zeigen“ heißt die Devise der Jesse-Owens-Memorial-Staffel im Olympischen Dorf von 1936 in Elstal. Flagge zeigen die jugendlichen Veranstalter schon an diesem Sonntag, sechs Wochen vor ihrer Veranstaltung am 16. Juni. Fünf Jungen und Mädchen vom Marie-Curie-Gymnasium aus Dallgow-Döberitz werden auf Einladung des Berliner Leichtathletik-Verbandes zur 5 x 5 Kilometer-Staffel des Run Berlin antreten. Auf dem Lauf vom Olympiastadion bis Unter die Linden und zurück wollen sie für ihre Veranstaltung werben, die diesem Jahr erstmals neben Schulstaffeln auch Initiativen und Vereinen offen steht. Die fünf von der Jesse-Owens-Staffel trainieren auch für ihren eigenen Lauf. Schließlich hat bereits die Oberschule Schwanebeck gemeldet, um ihren Titel auf dem 2,2 Kilometer langen Rundkurs rund um die Quartiere der Olympiateilnehmer von 1936 zu verteidigen.

Die Jesse-Owens-Memorial-Staffel steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten von Brandenburg, Matthias Platzeck. Der Lauf erinnert an den viermaligen Olympiasieger Jesse Owens, den wohl berühmtesten Leichtathleten der Welt, als Symbol für Integration und gegen Rassismus.

 

18.12.2006 - Zweite Auflage der Jesse Owens Memorial Staffel am 16. Juni 2007

Schüler aus Sperenberg und Schwanebeck gewinnen erstes Jesse-Owens-Memorial im Olympischen Dorf

Matthias Platzeck wird wieder Schirmherr im Olympischen Dorf von 1936 in Elstal. „Der erste Jesse Owens Memorial Staffellauf war ein großartiges Ereignis und fand mit Recht eine große öffentliche Beachtung“, hat der Ministerpräsident des Landes Brandenburg nun den Veranstaltern vom Marie-Curie-Gymnasium in Dallgow-Döberitz geschrieben. „Selbst das Wetter hatte sich darauf eingestellt und gab sein Bestes.“

Er übernehme gern die Schirmherrschaft auch für den zweiten Lauf und wünsche der Schule viel Erfolg, fleißige Helfer und ein gutes Abschneiden bei den Wettkämpfen mit den anderen teilnehmenden Schulen.

Der Staffellauf für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wird im kommenden Jahr am 16. Juni stattfinden, vier Wochen vor den Sommerferien. Eingeladen sind Staffeln aller Grund- und weiterführenden Schulen, insbesondere aus Brandenburg und Berlin. Zur zweiten Jesse Owens Memorial Staffel sollen erstmals, in gesonderter Wertung, auch Vereinsstaffeln und Initiativen antreten.

Bei der Premiere im September gingen zweihundert junge Läuferinnen und Läufer auf die Runden durch das Olympische Dorf. Dort lebte vor siebzig Jahren der vierfache Olympiasieger Jesse Owens; sein Zimmer ist renoviert worden und kann besichtigt werden. Die Anlage wurde von der Wehrmacht und der Roten Armee als Kaserne benutzt. Erst seit dem Abzug der sowjetischen Truppen und der Übernahme des Areals durch die DKB Stiftung steht es der Öffentlichkeit offen.

 

17.09.2006 - Staffellauf in die Geschichte

Schüler aus Sperenberg und Schwanebeck gewinnen erstes Jesse-Owens-Memorial im Olympischen Dorf

Am Samstag gab bei strahlendem Sonnenwetter und unter der Beteiligung einiger hundert begeisterter Eltern und Schüler Minister Holger Rupprecht den ersten Startschuß zur ersten Jesse-Owens-Gedächtsnisstaffel. Zweihundert junge Läuferinnen und Läufer nahmen an der Premiere im Olympischen Dorf von 1936 in Elstal im Havelland westlich von Berlin teil.

Bei den Bambini, die auf dem historischen Sportplatz und um die Schwimmhalle zehn Mal 650 Meter liefen, siegte die Anne-Frank-Grundschule aus Sperenberg in 24:50 Minuten vor der Eugen-Kolisko-Schule aus Berlin-Kladow und der Grundschule Löwenberg. Auf Platz vier kam die Lessing-Grundschule aus Falkensee-Finkenkrug.

Die Staffel der Oberschulen, die zehn Mal 2200 Meter weit durch das Gelände des Olympischen Dorfes führte, gewann überlegen die Oberschule Schwanebeck in 1:30:48 Stunden. Auf Platz zwei kam das Lise-Meitner-Gymnasium Falkensee vor dem Saldern-Gymnasium Brandenburg. Die erste Staffel des Marie-Curie-Gymnasiums aus Dallgow-Döberitz, das zu der Premiere dieses Laufes für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit eingeladen hatte, kam auf Platz vier.

Die Strecke führte an dem Haus vorbei, in dem während der Spiele 1936 Jesse Owens wohnte; es ist eines der wenigen erhaltenen Gebäude auf dem weitläufigen Gelände und steht, seit das Zimmer des vierfachen Olympiasiegers wiederhergestellt worden ist, Besuchern offen. Schüler wie Eltern zeigten sich beeindruckt von dem bescheidenen Zweibettzimmer und dem Kontrast zu dem durch soldatischen Gebrauch mitgenommenen Rest des Gebäudes. Auch durch den Innenhof des Speisehauses der Nationen aus dem Olympischen Dorf rannten die Läuferinnen und Läufer, vorbei an Plattenbauten aus der Zeit, als die Rote Armee das Areal als Kaserne benutzte. Der neu gegossene Kugelstoßring an der Strecke zeugte von dem jährlichen Sportfest im Olympischen Dorf, das neuerdings am Vortag des ISTAF stattfindet.

Minister Rupprecht begrüßte das Engagement der Schülerin Helena Reinsch, auf deren Initiative der Lauf entstanden ist. Er versprach Schulleiterin Elke Mohr die Unterstützung der Brandenburgischen Landesregierung auch für die Zukunft. .So eine wunderbare Veranstaltung wie diese muß fortgesetzt werden., sagte er. Schirmherr der Staffelläufe ist Ministerpräsident Matthias Platzeck. Auch die DKB-Stiftung für gesellschaftliches Engagement, der das Areal gehört, unterstützt den Staffellauf.

Am meisten beeindruckt waren Teilnehmer und Besucher der Veranstaltung, als Siegfried Eifrig von 1936 erzählte. Der 96 Jahre alte Berliner hatte damals die Fackel mit dem Olympischen Feuer nach Berlin getragen und die Flamme Unter den Linden entzündet. Ihn interviewte John Kunkeler vom BERLIN-MARATHON, der den Lauf unterstützte. .Ich bin das erste Mal seit 75 Jahre wieder im Olympischen Dorf., freute er sich.

Auch die Bürgermeister von Dallgow-Döberitz und Wustermark, Jürgen Hemberger und Bernd Drees, fanden viele aufmerksame Zuhörer, als sie von der Zeit erzählten, als das Olympische Dorf als sowjetische Kaserne streng abgeriegelt und bewacht war. Auch sie ermutigten die Veranstalter, den fröhlichen Wettkampf mit seiner Begleitung durch Markstände mit selbstgebackenem Kuchen, Obstbüffet und Würstchengrill zu einer Tradition werden zu lassen.

Dies ist ein Versuch, den Schul- und Jugendsport in Brandenburg zu aktivieren und Appetit auf die 12. IAAF Weltmeisterschaften in Berlin 2009 zu machen.

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